Lebt dieser Blog noch? Er lebt wieder!
Lange habe ich mich gefragt was ich mit meinem anfänglich so akkurat geführten Blog machen soll. Den gesamten Blog löschen? Nicht mehr bloggen, aber die alten Einträge zeigen? Oder wieder anfangen? Letzteres war meine Entscheidung und der Grund ist folgender: Ich bin, wie viele andere, angewidert von den sozialen Medien. Ich möchte meine Fotografie auf meiner eigenen Plattform zeigen, ohne abhängig von Algorithmen zu sein. Ich möchte euch etwas intensiver an meinen Gedanken teilhaben lassen. Und zu guter letzt möchte ich euch mehr Bilder zeigen, als der vermeintlich beste Shot. Der Blog richtet sich sowieso überwiegend an diejenigen, die ihn bewusst aufrufen und lesen wollen. Mir ist bewusst, dass ich dadurch eventuell eine geringere Reichweite habe, aber das trifft den Kern: es ist mir total egal! Mir ist es lieber, dass 20 Personen diesen Blog intensiv lesen und verfolgen, als vermeintlich 200, die in 20 Sekunden durchhuschen.
Fangen wir also wieder an! Streetfotografie in Oldenburg!!!
Eine Stadt, die ich vernachlässigt habe, obwohl sie so nah dran ist. Gezwungenermaßen musste ich dort fotografieren gehen, denn ich wurde gebeten den Streetfotografie Workshop im Rahmen der World Press Photo Ausstellung dieses Jahr stellvertretend zu übernehmen. Ich habe anfänglich gezögert und schlussendlich doch zugesagt. Nun musste ich die Stadt und gewisse Spots kennenlernen, um den Teilnehmern etwas zeigen zu können. Und da kam mir der Gedanke, euch an meinem Prozess dieser Vorbereitung teilhaben zu lassen. 
Dieser Blog ist in der erste von drei Teilen zu diesem Thema. Streetfotografie in Oldenburg - Am Tag.
Ich besuchte also Anfang Januar 2025 bei bestem Wetter Oldenburg. Ich parkte in der Nähe der EWE-Arena, um dort zu starten, wo auch der Workshop stattfindet, an der VHS. Die VHS liegt direkt am Haupt- und Busbahnhof. Die Sonne stand perfekt und ich startete mein Scouting am Busbahnhof und fotografierte 20-30 Minuten bei besten Lichtverhältnissen. Hier ein kleiner Einblick in die entstandenen Bilder:
Der Start war mehr als vielversprechend. Anschließend ging ich zunächst zur Unterführung neben dem Bahnhof, um mit starken Kontrasten und Linienführungen zu arbeiten. Man weiß ja nie, welche Vorlieben die Teilnehmer mitbringen. Anschließend ging ich durch den Hauptbahnhof hindurch, um mir meinen Weg Richtung Innenstadt zu erlaufen. Dabei entstanden folgende Bilder.
Ich erreichte heute sehr schnell den so oft erwähnten Flow und sah so viele Motive wie lange nicht mehr. Üblicherweise ist es ja so, dass der Druck etwas liefern zu müssen einen eher hemmt, als beflügelt. Bei mir war heute das Gegenteil der Fall. Ich erreichte schließlich die Nähe der Innenstadt und schaute erstmal Ausschau nach tollen Licht- und Schattenspielen, um harte Kontraste zu erzielen. Die Sonne war fabelhaft und das musste ich ausnutzen. 
Nun war ich komplett in der Innenstadt angekommen und suchte Ausschau nach interessanten Motiven. Dabei fokussierte ich mich auf interessante Reflexionen, Juxtapositions, interessante Charaktere und humorvolle Bilder. Ziel war es vor allem Spots zu finden, wo das Licht gut steht oder interessante Spots zu finden, die immer wieder aufgesucht werden können, um Motive einzufangen. Hier eine kleine Auswahl der Bilder aus der Innenstadt.
Ich realisierte schnell, dass in Oldenburg einiges geht in Sachen Streetfotografie. Der Hintergedanke war ja nach wie vor den zukünftigen Teilnehmern des Workshops interessante Spots und mögliche Herangehensweisen der Streetfotografie in Oldenburg näher zu bringen. Es ging mir bei diesem Walk nicht darum das beste Bild zu machen. Da ich vorher nicht weiß mit welchem Erfahrungsschatz in puncto Streetfotografie die Teilnehmer im Workshop sitzen, musste ich mich auf alles gefasst machen.
Zu guter letzt versuchte ich mich noch an ein paar wenigen schwarz-weiß Motiven, um auch dies möglicherweise im Workshop interessierten Teilnehmern zeigen zu können.
Der zwei bis dreistündige Fotowalk hinterließ ein super Gefühl bei mir. Oldenburg kann Streetfotografie! Ich hatte Spots und Blickwinkel ausprobiert, die mir halfen meine Praxisphase im Workshop in der Planung zu strukturieren. Ziel erreicht!
In Teil zwei dieser Blogreihe wird es dann, um Streetfotografie in Oldenburg bei Nacht gehen.
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