Willkommen zum zweiten Teil meiner Blogreihe "Streetfotografie in Oldenburg". Wenn du Teil eins noch nicht gelesen hast, kannst du es hier tun.
Im Rahmen der Vorbereitung meines Streetfotografie Workshops in Oldenburg hatte ich die Stadt bereits am Tage gescoutet. Da die Ansetzung des Workshops über zwei Tage ging, und der erste Tag an einem Freitagabend für 3-4 Stunden angesetzt war, kam bei mir die Überlegung, den Teilnehmern auch die Magie der Streetfotografie bei Nacht zu zeigen. Ich selbst hatte damals Bilder in der Dunkelheit erst überhaupt nicht auf meiner Agenda. Durch die Corona-Lockdowns Anfang 2021 probierte ich mich auch mal daran aus, und dies gab mir den Startschuss auch nachts auf den Straßen nach Motiven Ausschau zu halten. Mittlerweile mag ich die Fotowalks in der Dunkelheit fast genauso gerne wie am Tage.
Also ging es wieder durch die Straßen von Oldenburg, um im Rahmen des Workshops Spots in der Innenstadt ausfindig zu machen. Angefangen Motive zu suchen habe ich beim Kaufhof und dem Platz rund um die Kirche. Ich probierte zum einen die Scheinwerfer der Kirche und die Atmosphäre rund um das Gebäude einzufangen. Außerdem versuchte ich dort vor den hellen Schaufenstern des Kaufhofgebäudes Silhouetten freizustellen. Hier ein paar Ergebnisse dieser Versuche.





Danach ging ich durch die Innenstadt und suchte Spots für mystische Motive in Seitengassen oder vor interessanten Fassaden.



Danach legte ich meinen Fokus auf Farbbilder. Ich ging durch die Straßen der Innenstadt und suchte interessante Schaufenster, Restaurants, Beleuchtungen und Lichtspiele, um die Atmosphäre der Stadt in Farbe einzufangen. Ob nun schwarz-weiß, in Form von mystischen Bildern, oder Farbfotos, in Form von interessanten Lichtspielen, beides hat seinen Platz und seine Berechtigung in der Streetfotografie und beides reizt mich. Ich war aktuell etwas eingerostet was die Einstellungen anging und versuchte mich an meine Herangehensweisen aus vorherigen Fotowalks wieder zu erinnern. Ich probierte mit den ISO-Werten herum. Dass die Blende voll geöffnet werden musste, war mir klar. Jedoch wollte ich den Rest nicht die Kamera entscheiden lassen. Die Kontrolle sollte vollends bei mir liegen, um vor allem ausgebrannte Lichter in den Schaufenstern zu verhindern. Es dauerte nicht lange und ich hatte die Einstellungen wieder gefunden, die ich benötigte. Hier ein paar Fotos in Farbe.







Die Nacht bzw. der Abend war kalt und meine Finger waren fast eingefroren trotz Handschuhe. Zum Schluss durfte allerdings nicht mein Lieblingstrigger fehlen: Reflexionen. Egal ob am Tage oder in der Dunkelheit, Reflexionen lösen einen ungemeinen Reiz bei mir aus. Gerade nachts kann man mit starken Abstraktionen arbeiten. Ich suchte interessante Schaufenster und Farbspiele und wurde schließlich fündig. Die Bilder gefallen mir allesamt sehr gut.





Ich speicherte mir alle Spots dieser Reflexionen als Standort in mein Handy ein, um diese auf jeden Fall wieder finden zu können. Durchgefroren aber glücklich mit den Ergebnissen machte ich mich auf den Rückweg zum Auto. Der abendliche Walk durch die Stadt bekräftigte meinen Gedanken, den Teilnehmern des Workshops auch die Magie der Streetfotografie bei Nacht Nahe zu bringen. Somit hatte ich für die beiden Praxisphasen des Workshops gute Spots in der Hinterhand, um den Teilnehmern, je nach ihren Interessen, verschiedene Herangehensweisen zeigen zu können.
Im letzten Teil dieser Blogreihe werde ich eine Rückschau auf den durchgeführten Workshop geben, sowie ein paar Einblicke in die Gedanken über den Aufbau des Workshops mit euch teilen. Stay tuned!